Der „Front national“ von Marine Le Pen – Die FPÖ von Heinz-Christian Strache 

Der Sieg von Macron ist auch ein Rückschlag für Trump, Putin und Co. / In Frankreich muss Macron aber noch die Parlamentswahl gewinnen, um handlungsfähig zu bleiben

Der liberale Quereinsteiger Emmanuel Macron errang in der Stichwahl einen klaren Sieg und bereitete Marine Le Pen und den hinter ihr versammelten übrigen national-populistischen und autoritären Führern eine gehörige Niederlage. Laut Umfrage stimmten aber knapp über die Hälfte seiner Wähler für ihn, nur um einen Machtantritt von Marine Le Pen zu verunmöglichen und nicht aus Zustimmung zu seinen Reformplänen. Die Ablehnung seines liberal-sozialen Kurses speiste auch die sehr hohe Wahlenthaltung. Um seine Reformvorhaben umzusetzen, muss der neue Staatschef erst die kommenden Parlamentswahlen gewinnen.

Kurier, 7.-8.5.2017

Macronisten in der Zielgeraden, Le Penisten abgehängt

Während Pariser Aktivisten des Favoriten Emmanuel Macron eine letzte Werbetour einlegten, stellten sich die Anhänger von Marine Le Pen auf ihre voraussichtliche Niederlage ein. Aber in der neuartigen Bewegung von Macron, die über keine historische Verankerung verfügt, sorgen sich einige bereits über die Durchsetzungsfähigkeit des künftigen Staatschefs, der vor harten sozialpolitischen Konflikten steht.

Kurier, 7.5.2017

ANALYSE:

Frankreich rettet EU, EU rettet Frankreich

Das TV-Duell bestätigte Emmanuel Macron in seiner Favoritenrolle für die Stichwahl um den Elysée. Marine Le Pen flüchtete in brachiale Anmache, die sie letzten Endes hilflos erscheinen ließ. In der entscheidenden Frage des Euro verhedderte sie sich in ein wirres Plädoyer für eine Doppelwährung, wobei Macron mit knappen Zwischenfragen ihre Ungereimtheiten unterstrich.

Kurier, 4.-5.5.2017

Macron hat es noch nicht geschafft.
Die "Madonna der Werktätigen" hält den "vaterlandslosen Globalisierer" auf Trab

Marine Le Pen inszeniert sich als Kämpferin für die Opfer des globalen Kapitalismus und lockt die Wähler des Linkstribuns Melenchon, der sich um eine Empfehlung für die Stichwahl drückte. Ein Teil der Linkswähler wollen sich lieber enthalten, als für den liberalen Ex-Banker Macron zu stimmen. Der anfänglilch allzu triumphal und behebig auftretende Macron musste sich zuletzt wieder mehr ins Zeug legen.

Kurier, 30.4.2017

Die Haltung zur Globalisierung wird zum entscheidenden Kampfthema der Stichwahl

Emmanuel Macron, der den Weg zu seinem Sieg im ersten Wahlgang mit vielen Leerformeln pflasterte, muss noch Überzeugungsarbeit leisten. Seine Gegnerin in der Stichwahl, Marine Le Pen, verteufelt ihn als Verfechter der "brutalsten Globalisierung", der den Franzosen ihren "Sozialschutz" rauben möchte. Das kann einschlagen: im ersten Wahlgang hatten 55 Prozent für mehr oder weniger radikale, globalisierungskritische bis globalisierungsfeindiche Kandidaten gestimmt.

Kurier, 25.4.2017

Emmanuel Macron nahm erste Hürde, der Elan von Marine Le Pen scheint gebrochen

Der partei-unabhängige, liberale und pro-europäische Quereinsteiger Macron siegte im ersten Durchgang der Präsidentenwahlen. Sein Duell mit Marine Le Pen, die auf Platz zwei kam, kann aber noch Überraschungen bergen. Insgesamt entfielen mehr als 50 Prozent auf radikale Anti-EU-Parteien. Die Kandidaten der beiden traditionellen Großparteien schliterten ins Out.

Kurier, 24.4.2017

Marine Le Pen und Jean-Luc Melenchon im Spagat um die EU

Die Nationalistin will raus aus der EU, versucht aber das Reizthema, zu verklausulieren. Der Linkstribun will die Drohung mit dem EU-Austritt nur als Druckmittel gegenüber Angela Merkel verstanden wissen. Dafür erntet er Schelte von Daniel Cohn-Bendit, den jüngere Generationen in Frankreich aber kaum noch kennen. Melenchon ist es hingegen gelungen, seinen vormals altväterlich-dogmatischen Ruf gegen ein jung-rebellisches und links-ökologisches Image einzutauschen.

Kurier, 21.4.2017

Der Rasende Aufstieg von Jean-Luc Melenchon könnte zu einer Stichwahl zwischen dem Linkstribun und der Nationalistin Le Pen führen

Der Linkstribun Melenchon, der mit seinem rebellischen, linksökologischen Diskurs und seinen witzig bis höhnischen Redewendungen besticht, verzeichnet in den Umfragen, eine Woche vor dem ersten Durchgang der französischen Präsidentenwahlen, die stärkste Aufstiegsdynamik. Seine Versammlungen haben enormen Zulauf. Vorraussichtlich wird Melenchon einen Teil der noch verbliebenen Wähler des Linkssozialisten Benoit Hamon dazu gewinnen. Folglich kann ein Abschlussduell zwischen ihm und der Nationalpopulistin Marine Le Pen bei der Stichwahl nicht mehr ausgeschlossen werden.

Kurier, 18.4.2017

Der Marsch des Linkstribuns Jean-Luc Melenchon in die Stichwahl scheint unaufhaltsam

Melenchon verzeichnet laut jüngster Umfrage den deutlichsten Aufwärtstrend aller Präsidentschatskandidaten. Eine Woche vor dem ersten Wahlgang ist er auf 20 Prozent hochgeklettert. Ein beträchtlicher Teil der verbliebenen 7,5 Prozent, die sich noch zum Linkssozialisten Benoit Hamon bekennen, wird zu Melenchon überwechseln. Der liberale Quereinsteiger Emmanuel Macron dürfte der hauptsächliche Verlierer dieser Entwicklung sein. Damit zeichnet sich eine Stichwahl zwischen Melenchon und Marine Le Pen, oder zwischen Melenchon und dem ebenfalls aufholenden konservativen Francois Fillon ab.

Kurier-Online 15.4.2017

REPORTAGE:

Bussi, Bussi vor dem Fabrikstor

Zu Besuch bei den Wahlkämpfern für Marine Le Pen und Emmanuel Macron in der Kleinstadt Les Andelys

Kurier, 13.4.2017

Aus Zweikampf wird Vierkampf

Laut Umfragen haben die beiden bisherigen Favoriten des Wahlkampfs für die französischen Präsidentenwahlen - der liberale Neu-Einsteiger Macron und die Nationalistin Le Pen - ein wenig von ihrem bisherigen Vorsprung eingebüßt. Besonders aufgeholt hat der Linkstribun Melenchon. Aber auch der skandalbelastete, konservative Kandidat Fillon gilt nicht mehr als gänzlich chancenlos.

Kurier, 11.4.2017

Marine Le Pen bei TV-Debatte erstmals eingeknickt

Ein radikaler Linkskandidat trieb die Nationalistin in die Enge / Die Globalisierungs- und EU-feindliche Haltung der Mehrzahl der teilnehmenden Präsidentschaftskandidaten dürfte Marine Le Pen aber indirekt zuträglich gewesen sein.

Kurier, 5.-6.4.2017

Marine Le Pen als lachende Fünfte

Die Nationalistin profitierte bei der ersten TV-Diskussion des Wahlkampfs vom Gerangel ihrer Rivalen und den Angriffen der Linkskandidaten Benoit Hamon und Jean-Luc Melenchon auf den liberalen Umfragefavoriten Emmanuel Macron / Ihre Aversion gegen Macron könnte einen Teil der Linken im Fall einer Stichwahl zwischen Macron und Le Pen zur Enthaltung verleiten / Wegen einer ähnlichen Affäre wie im Fall des konservativen Kandidaten Francois Fillon (Scheinjobs im Parlament für Familienmitglieder) musste der SP-Innenminister Bruno Le Roux soeben zurücktreten.

Kurier, 22.3.2017

Reportage aus dem Präsidentschafts-Wahlkampf

"Wie in der französischen Revolution"

Gespräche in der französischen Kleinstadt Fontainebleau mit Aktivisten von Marine Le Pen und Emmanuel Macron. Die Nationalistin und der partei-unabhängige Zentrumskandidat gelten zumindest laut derzeitigen Umfragen als die beiden Favoriten für die französischen Präsidentenwahlen in zwei Durchgängen, Ende April und Anfang Mai.

Kurier, 11.3.2017

Francois Fillon und Marine Le Pen trotzen der Justiz

Der konservative Kandidat, dem ein Anklaverfahren durch U-Richter bevorsteht, klagt über einen an ihm begangenen "politischen Mord" durch die sozialistische Staatsführung. Die Nationalistin droht Richtern und Polizisten, die gegen sie ermitteln, mit Vergeltung für den Fall ihrer Machtübernahme.

Kurier, 2.3.2017

Trotz Affären holt Marine Le Pen weiter auf

Die offen gelegten Betrügereien der Nationalistin im EU-Parlament gleiten an ihr ab. In jüngsten Umfragen konnte sie ihre Favoritenposition für den ersten Durchgang der Präsidentenwahlen noch ausbauen.

Kurier, 24.2.2017

KURIER-LEITARTIKEL:

Noch immer kein Hoffnungsträger

76 Tage vor der Präsidentenwahl sucht Frankreich den passenden Gegenspieler zu Marine Le Pen

Kurier, 6.2.2017

Marine Le Pen wildert in linken Gehegen

Die Nationalistin wirbt mit Anti-EU-Kurs, Wirtschafts-Protektionismus und Abschottung gegen Migranten. Ihr staatslastiges Programm enthällt eine gewisse Schnittmenge mit Vorschlägen der Linkskandidaten. Das könnte ihr bei der Stichwahl gegenüber einem liberalen oder konservativen Kandidaten nützen.

Kurier, 6.2.2017

Neue Umfrage bestätigt alte Vorbehalte gegen den "Front National": Mehrheit der Franzosen hält Nationalistenpartei für "nicht regierungsfähig" / Der Erfolg von Norbert Hofer im ersten Durchgang der österreichischen Präsidentenwahlen ist für Frankreichs Öffentlichkeit ein "Déjà-Vu"-Erlebnis

Das eher moderate Auftreten des FPÖ-Kandidaten Hofer bei seiner Kampagne in Österreich stößt bei französischen Beobachtern auf die selbe Skepsis wie das Bemühen von Marine Le Pen um ein neues Image. Laut Umfrage dürfte Marine Le Pen weiterhin an einer partei-übergreifenden, ablehnenden Wählermehrheit scheitern. Viele Franzosen sind bereit auch für ursprünglich nicht bevorzugte Parteien zu stimmen, um einen FN-Sieg zu verhindern.

Kurier, 29.4.2016

Packende Aufholjagd gegenüber dem "Front National" mit ungewissem Ausgang

Für den zweiten Durchgang der Regionalwahlen werben die Sozialisten in drei Regionen für die bürgerlichen Listen, um FN-Siege zu verhindern. Es kam zu einem Ansturm, hauptsächlich von FN-Gegnern, auf Ämter für Wahlvollmachten. Aber die bisherige, partei-übergreifende Abwehrstrategie gegen den FN ist in allen Lagern umstritten.

Kurier-Online, 12.12.2015

Die Siegeschancen des "Front National" schrumpfen

Die Nationalisten könnten laut Umfrage im zweiten Durchgang der landesweiten französischen Regionalwahlen - wieder einmal - an der Ablehnung durch eine partei-übergreifende Wähler-Merheit scheitern.

Kurier, 11.12.2015

Seriensieg des "Front National"

Die Nationalistenpatei ging im ersten Durchgang der landesweiten französischen Regionalwahlen mit fast 30 Prozent in Führung und gelangte in sechs von dreizehn Regionen auf Platz eins.

Kurier, 7.12.2015

Terror treibt "Front National" an die Spitze

Der FN könnte, laut Umfrage, im ersten Durchgang der landesweiten Regionalwahlen in sechs von insgesamt 13 Gross-Regionen Kontinentalfrankreichs zur relativ stärksten Partei werden. Eine Studie ortet "Hass" und "Wut" nach den Anschlägen in Paris als entscheidenden Antrieb für die Stimmabgabe.

Kurier, 5.12.2015

Terror verursacht Dammbruch zugunsten des "Front National"

Die Gemetzel der Dschihadisten in Paris wirken als Anstoß für voraussichtliche Erfolge der Nationalpopulisten bei den bevorstehenden landesweiten Regionalwahlen / Umfragen orten entscheidenden Anstieg des Wähleranteils des FN

Kurier, 25.11.2015

Nationalistische Untergangspropheten machen Furore

Reaktionäre Kulturpessimisten, neokonservative Hardliner und linke Nationalisten bestärken die Angst vor der Globalisierung und dem Islam. Sie übertönen häufig die verbliebenen links-humanistischen Stimmen in den französischen Mediendebatten / Der Front National sieht in ihnen wichtige Verbündete.

Kurier, 7.11.2015

Le Pen gegen Le Pen

Das Duell zwischen der Chefin des "Front National", Marine Le Pen, und dem Parteigründer, Jean-Marie Le Pen, präsentiert sich der französischen Öffentlichkeit auch als episches Familiendrama.

Kurier, 12.4.2015

Vatermord im Hause Le Pen

Marine Le Pen, die Vorsitzende des Front National, will ihren Vater, den Gründer und Ehrenpräsidenten des FN, Jean-Marie Le Pen, kaltstellen.

Kurier, 9.4.2015

ANALYSE:

De-facto-Fortbestand des "Republikanischen Schutzwalls" gegen Marine Le Pen

Im zweiten Durchgang der landesweiten Departement-Wahlen scheiterte der "Front National" auch in seinen Hochburgen an der partei-übergreifenden Ablehnung durch eine Mehrheit der französischen Wähler. In wieweit dieser Damm auch in Zukunft hält, hängt vor allem von der Entwicklung am Arbeitsmarkt ab.

Kurier, 31.3.2015

Teil-Überraschung bei erstem Durchgang der landesweiten Departement-Wahlen in Frankreich:

Ex-Präsident Sarkozy ist Sieger, Marine Le Pen fiel auf Platz drei hinter die Sozialisten zurück

Laut ersten Hochrechnungen kam die konservativ-liberale Oppositionsallianz auf 36 Prozent, die SP und ihre engsten Verbündeten auf 28 Prozent und der Front National auf rund 25 Prozent. Damit verfehlte der FN sein Wahlziel, die Aufstiegsdynamik von Marien Le Pen scheint vorerst gestoppt. Die SP-Regierung gewinnt wieder Spielraum, Premier Valls geht gestärkt aus dem Urnengang hervor.

Kurier, 23.3.2015

Nachwehen der Pariser Anschläge:

Der Terror sorgt für Familienkrach bei den Le Pen's und Spannungen in ihrer Partei

Die Vorsitzende des "Front National", Marine Le Pen, und ihre Nichte, Marion Maréchal-Le Pen, streiten über die Haltung zum Islam. Der FN-Patriarch Jean-Marie Le Pen verdächtigt "Geheimdienste" als Organisatoren der Anschläge und den "französischen Staat" als Mitwisser. Der Chef der FN-Abgeordneten im EU-Parlament soll gefeuert werden.

Kurier, 23.1.2015

Neue Provokation von Jean-Marie Le Pen

Mit einer neuen anti-jüdischen Drohgebärde versucht der Gründer des französischen "Front National" die Normalisierungsstrategie seiner Tochter und jetzigen Parteichefin, Marine Le Pen, zu torpedieren. Die Tochter verspricht den Juden Schutz vor Dschihadisten, der Vater paktiert mit dem antisemitischen Hetzerkreis um den Pseudo-Komiker Dieudonné, der bei einem Teil der muslimischen Jugendlichen punktet.

Kurier, 10.6.2014

Folgewirkungen des Interviews mit Marine Le Pen vom 18.5.2014 (4):

Die vom Interview mit Marine Le Pen (siehe unten, Kurier 18.5.2014) ausgelöste Kettenreaktion in Österreich, in deren Verlauf FPÖ-Chef Strache unter Zugzwang geriet und sich dem EU-Austrittsprojekt der FN-Chefin erstmals öffentlich anschloss, hat nun auch zu Stellungnahmen von Bundeskanzler Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Spindelegger (ÖVP) geführt:

Österreichs Regierung warnt vor Straches EU-Austrittsplan

http://kurier.at/politik/inland/regierung-warnt-vor-fpoe-straches-eu-austrittsplan-sehr-gefaehrliche-ideen/66.552.466

Kurier, 21.5.2014

Folgewirkungen des Interviews mit Marine Le Pen vom 18.5.2014 (1):

Heftige Reaktionen auf Interview mit Marine Le Pen in Österreich und Frankreich

Ihr erstmals detailliert formulierter EU-Austrittsplan für Frankreich und ihre Lobesyhmnen für den russischen Staatschef Putin sorgten für Reaktionen von Politikern in Österreich und wurden von etlichen Medien in Frankreich und von Websites weltweit zitiert.

http://kurier.at/politik/eu/nach-kurier-interview-empoerung-ueber-le-pens-eu-austrittsplaene/66.163.981

19.5.2014

REPORTAGE:

"Front der Linken" gegen "Front national"

Im darbenden Ex-Kohlerevier Nordfrankreichs rund um die Kleinstadt Hénin-Beaumont ringen die Rechtspopulistin Marine Le Pen und der Linkstribun Jean-Luc Melenchon um den selben Parlamentssitz.

Kurier, 8.6.2012

Reportage aus Frankreichs Präsidenten-Wahlkampf:

Bei den Anhängern von Marine Le Pen in der Normandie

Die Werften haben dicht gemacht, Leinen wird nicht mehr vor Ort verarbeitet. Die Anhänger von Marine Le Pen machen die EU dafür verantwortlich.

Kurier, 30.3.2012

Le Pen light

Die Tochter von Jean-Marie Le Pen, Marine, übernimmt die rechtsrechte Partei ihres Vaters

Kurier, 15.1.2011