Essays

Sie ließen uns hängen

In Paris gingen nicht alle gegen den Terror auf die Straße. Die Jugendlichen aus den Cités fehlten.

Falter, 14.1.2015

Nach der antijüdischen Welle vom Sommer

Durcheinander an der Seine

Dem brachialen Judenhass eines Teils der muslimischen Jugend und der Normalisierungsstrategie von Marine Le Pen hält das ursprüngliche Koordinatensystem der französischen Zivilgesellschaft nur schwer stand. Innerhalb des "jüdischen Milieus", im weitesten Sinn des Wortes, hat sich eine Neugewichtung der Strömungen vollzogen. Gleichzeitig hat sich die Wahrnehmung "der Juden" und ihres Verhältnisses zu den so genannten "sichtbaren Minderheiten" (Franko-Maghrebiner, Franko-Afrikaner und Franko-Kariber) bei einem Teil der französischen Öffentlichkeit spürbar verändert.

Erschienen in "Das Jüdische Echo" und auf www.hagalil.com, Oktober 2014.

Wieviel "Sarrazin" verträgt Europas "Genpool"?

Wer an einen, durch Zuwanderung gefährdeten "europäischen Genpool" glaubt und Sarrazin heißt, muss für seinen Familienname Abbitte leisten.

Oktober / November 2010, "Hagalil", "Falter".

Österreich, Israel, Palästina - im Verhängnis konträrer Erinnerungskulturen

- Mentale Hygiene und österreichisches Brauchtum.
- Zwangsverpflichtete Nachlaßverwalter der ausgelöschten Familien.
- Selbstwertgefühl durch Tel Aviver Fußball- und Sharon-Fans.
- Israel als Schnittstelle im globalen Wettstreit der Leidensgeschichten.
- Verstoß gegen geopolitische Wahrscheinlichkeitsregeln.

Oktober 2002, "Das jüdische Echo"

Zweck und Vergänglichkeit der Stämme

Durch welche sozialhistorischen Prozesse die postulierten und phantasierten tribal-familiären Konturen des "jüdischen Volks" teilweise Realität wurden.

Oktober 1993, "Das jüdische Echo".