Textes en Allemand

Juden und Muslime in Frankreich

KOMMENTAR:

Belastungsprobe für bereits heikle Koexistenz

Höchste Repräsentanten der Muslime und Juden in Frankreich reagieren geschlossen auf die Schandtaten des dschihadistischen Killers Merah. Jetzt muss noch für das Engagement der Gläubigen-Basis gesorgt werden.

Kurier, 22.3.2012

Hinweis auf Buchbeitrag:

Rückkehr nach Belleville

Auf den Spuren der jüdischen Einwanderung aus Osteuropa und Nordafrika im volkstümlichen Pariser Nordosten

Erschienen im Sammelband PARIS in der Reihe CORSOfolio, März 2011

 

Der Prozess nach dem Mord an Ilan Halimi (3)

Der Foltermord an Ilan Halimi kommt neuerlich vor Gericht

 

Juli 2009, "Die Gemeinde", "Hagalil", "Juedische.at"

 

18 der 27 jungen Vorstädter, die 2006 in Paris einen 23 jährigen Juden entführt, gefoltert und ermordet hatten, kommen voraussichtlich ein zweites Mal vor Gericht. Jüdische Verbände empörten sich über die verhältnismäßig moderaten Urteile, die im ersten Prozess gegen Komplizen des Hauptangeklagten gefällt wurden. Die Justizministerin ordnete ein Berufungsverfahren an, was wiederum in anderen jüdischen Kreisen für Unbehagen sorgt.   

  • Verteidiger und Staatsanwalt im Gleichklang: Kriminalität ohne Judenhass
  • Das Plädoyer der Zivilkläger: Das Gesetz der Republik gegen das Gesetz der Siedlung
  • Jüdische Organisationen wollten einen „pädagogischen Prozess“
  • Die Regierung spricht ein Machtwort
  • Das Dilemma

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Der Prozess nach dem Mord an Ilan Halimi (2) 

  

„Du hast einen Unschuldigen verbrannt. Mörder, verrecke!“

   

Juni 2009, "Die Gemeinde", "Hagalil", "Juedische.at"

 

Wohltuender Eklat im Pariser Prozess um den Foltermord an Ilan Halimi: Daouda Fofana, der Bruder des Hauptangeklagten, Youssouf Fofana, richtete einen moralischen Bannstrahl gegen den bekennenden Judenhasser und Mörder von Halimi. Gleichzeitig erlitt die so genannte „Anti-zionistische Liste“ des anti-jüdischen Hetzers Dieudonné, die bei den EU-Wahlen im Raum Paris kandidierte, eine deutliche Abfuhr. 

  • Gefängnisse als Lehranstalten für Judenhass
  • Der Wahlflop der "Anti-zionistischen Liste"
  • Radikale Linke gegen die "Anti-zionistische Liste"        

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Der Prozess nach dem Mord an Ilan Halimi (1)

 

Ein Islamist bekennt sich vor Gericht zum Foltermord an einem Juden /

Ein Hetzer tourt durch die Vorstadt

 

Mai 2009, "Die Gemeinde", "Hagalil", "Juedische.at"

 

In Paris stehen zurzeit 27 junge Vorstädter vor Gericht, die 2006 einen jungen Juden, Ilan Halimi, entführt, gefoltert und ermordet hatten. Der Hauptangeklagte präsentiert sich als „afrikanisch-islamischer Kämpfer“ und droht den Geschworenen. Zeitgleich ist eine Debatte über die jüngste Initiative des antijüdischen Hetzers Dieudonné entbrannt. Dieser  Bühnenkünstler mit franko-afrikanischen Wurzeln, der in Migrantenvierteln populär ist, kandidierte bei den EU-Wahlen mit einer „anti-zionistischen Liste“. Der Umkreis von Präsident Sarkozy erwog ein Verbot. 

  • Die de facto Vertreibung der Juden aus den Vororten
  • Beim Spiel im Schulhof muss sich der Verlierer dafür entschuldigen, Jude zu sein
  • Brangefährliche Kampagen des "Anti-Zionisten" Dieudonné mit besten Wünschen des Rechtsaußen-Tribuns Le Pen
  • Nicolas Sarkozy versuchte gegenzusteuern und erntete Misstrauen

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Nicolas Sarkozy - ein Freund im Elysée?

Juni 2007, "Nu" und "Hagalil".

Frankreichs neuer Präsident bekennt sich zu jüdischen Wurzeln. Unter Frankreichs Juden, einst mehrheitlich links angesiedelt, errang Sarkozy überdurchschnittliche Zustimmung. In der Euphorie gehen erste Warnungen unter.

  • Peinliche Lobgesänge.
  • Ein jüdischer Gemeindevorsteher: "Sarkozy fühlt wie wir".
  • Geliebter Großvater, verachteter Vater.
  • Untergriffige Kampagne.
  • Dreitägige Schande.

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Altneuer Judenhass in Frankreichs Vorstädten

Die gefährliche "Weltanschauung" eines Teils der Migrantenjugend

Dezember 2006, "Hagalil".

  • Die Ermordung des Ilan Halimi.
  • Holocaust-Gedenken statt Aufarbeitung von Kolonialismus und Sklaverei.
  • Der "Komiker" Dieudonné.
  • Dieudonné schwenkt zu Le Pen, Hooligans funken dazwischen.
  • Juden in Migrantenvierteln: eine Minderheit in der Minderheit.
  • Die Vorgeschichte im Maghreb: eine Geschichte der Gegensätze.
  • Europas expandierende Mächte weckten Emanzipationshoffnungen - eine Parallel zwischen den Juden Nordafrikas und Osteuropas.

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Gefährliche Nähe

Eine Reportage in der Pariser Rue de Flandre

November 2003, "Kurier".

Auf dem Weg ins globalisierte Abseits?

Oktober 2003, "Das jüdische Echo".

  • In Schulhöfen gedemütigt, aus Sozialbauten vertrieben, vor Synagogen bedroht.
  • Neo-Hassidismus und islamischer Rigorismus.
  • Die Einsamkeit der orthodoxielosen Juden.
  • Globaler Hofjudenstatus?

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Die unheimliche Quadratur

Juden, Moslems, Resonanz des Nahostkonflikts und Jugendgewalt in Frankreich

Oktober 2001, "Das jüdische Echo"