Macrons Marathon-Tournee gegen "Nationalisten und Pessimisten"

Frankreichs Präsident bereist eine Woche lang Schlachtfelder des ersten Weltkriegs und Kleinstädte in Ost- und Nordfrankreich um seinen EU-Wahlkampf gegen Nationalisten und Populisten zu befeuern. Er zieht dabei Parallelen zur Zwischenkriegszeit, pocht auf den Lehren aus Versailles und räumt Angela Merkel und Deutschland eine hervorragende Rolle ein. Den Abschluss bildet ein Treffen in Paris mit 60 Staats- und Regierungschefs, darunter Putin und Trump, bei dem Macron für einen erneuerten „Multilateralismus“ plädieren wird. Bei seiner Tournee in Frankreichs Krisengebieten wird der innenpolitisch geschwächte Präsident aber auf eine zum Teil zornige und pessimistische Bevölkerung stoßen.

Kurier, 5.11.2018